Sachinformation Wie
funktioniert nun eine Solarzelle?
Genau genommen ist sie eine Siliziumdiode. Der Unterschied zur normalen Diode
liegt hauptsächlich in der Fläche. Statt Bruchteile eines Quadratmillimeters
ist sie meist 5x5 bis 10x10 cm groß.
Die Abbildung zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer Solarzelle:
Die oben liegende N-Schicht ist sehr dünn und lichtdurchlässig. Das durch
sie eintretende Licht (energiereiche Photoneu) setzt in der Sperrschicht
Ladungsträger frei und zwar sowohl (negative) Elektronen, als auch positive
Ladungsträger, sog. Löcher. Diese Ladungsträger wandern in die dotierten
Siliciumschichten ab:
Die Elektronen in die N-Schicht, die Löcher in die P-Schicht.
An beiden Schichten sind Metallelektroden angebracht, an denen man die
entstandene Potentialdifferenz in Gestalt einer el. Spannung abnehmen kann. Wenn
ein Lastwiderstand (z.B. Solarmotor) angeschlossen wird fließt ein el. Strom.
Es handelt sich bei der so erzeugten Spannung also um die Sperrspannung einer
Diode. Sie ist auf maximal 0,6V begrenzt. Deswegen werden einzelne Solarzellen
in Datenblättern stets mit 0,6V/ ...mA angegeben.
Die interessanteste Größe bei Solarzellen ist ihr Wirkungsgrad. Die
Sonne strahlt im Hochsommer c.a. l kW/m2 ein, die Solarzelle gibt leider
nur einen kleinen Teil davon als el. Leistung ab, weil der überwiegende
Anteil reflektiert oder in Wärme umgesetzt wird. Gängige Wirkungsgrade
bei Solarzellen sind etwa 8% - 14%. Neuste Entwicklungen sprechen von 20%
sogar bis zu 32% Wirkungsgrad.
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